„Unser neuer Bischof hat einiges vor“

Der weltkirchliche Jugendchor singt noch im Zelt im Bischofsgarten als Bischof Georg Bätzing sich wieder den dutzenden Menschen zuwendet, die ihm ihre Gratulation überbringen wollen und die ihre Freude über sein ‚Jetzt-da-sein‘ ausdrücken:

„Möge Gottes Liebe deine Tage erhellen und dein Herz und dein Haus wärmen und mögen gute Freunde stets dort sein, wo du dich aufhältst. Möge deine Welt mit Frieden gesegnet sein und mit Freude, die niemals endet. Und bis wir uns wiedersehen halte Gott dich in seinen schützenden Händen.“

27 Gäste aus der Weltkirche sind unter den etwa 2.000 Gästen, die am 18. September die Weihe von Bischof Georg Bätzing in Limburg mitverfolgt haben. „Ohne euch hätte bei meiner Weihe gestern ein wichtiger und großer Teil gefehlt“, sagte Bischof Georg als er am Montagmorgen mit den weltkirchlichen Gästen im Priesterseminar in Limburg zusammen frühstückte und während der anschließenden Begegnung deren Geschenke entgegen nahm. „Die ersten Gratulationen nach meiner Ernennung kamen mitunter aus unserem Partnerbistum in Kumbo in Kamerun, von meinem Namensvetter Bischof George.“ Er habe sich sehr darüber gefreut, dass so viele Reaktionen aus den Partnerdiözesen kamen und so viele Menschen weit über die Grenzen der Diözese hinaus die Freude über seine Ernennung zum 13. Bischof von Limburg teilten.

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Weltkirchliche Partnerschaften weiter im Fokus

Die unter Bischof Franz Kamphaus begonnenen partnerschaftlichen Beziehungen zu den Diözesen Alaminos (Philippinen), Kosice (Slowakei), Kumbo (Kamerun), Ndola (Sambia), Olomouc (Tschechien) und Sarajevo (Bosnien und Herzegowina) werden auch unter Bischof Georg weitergeführt werden – daran ließ der „Neue“ keinen Zweifel.

Die Weiheliturgie im Hohen Dom zu Limburg war für alle – Einheimische und Gäste – eine sehr ergreifende Erfahrung. Dankbarkeit lag in den Gesichtern aller als sie aus dem Dom in die Nachmittagssonne traten. Bischof Georg ist nun geweiht und dies sollte im Bischofsgarten ausgiebig gefeiert werden. Verschiedenste Personen aus der Historie der Limburger Bistumspartnerschaften waren dabei anwesend: Altbischof Franz Kamphaus, Erzbischof Cornelius Fontem Esua, der mit Bischof Kamphaus die Partnerschaft zwischen Limburg und Kumbo begonnen hatte, und auch Vinko Kardinal Puljic, den Kamphaus in den 1990er Jahren in Zeiten des Krieges in Sarajevo besucht hatte und mit dem die Beziehung nach Bosnien und Herzegowina begonnen hatte. Bischof Georg Bätzing gehört nun zu der neuen Generation an Bischöfen im Netzwerk dieser weltkirchlichen Partnerschaften, die das Begonnene weiterführen möchten.

Die Stimmung ist freudig, gelöst, auch ein bisschen euphorisch.

Es war ein besonderer Morgen am 19. September im Priesterseminar: Den ersten Gottesdienst in seiner Diözese feierte Bischof Georg im Kreise von 10 Bischöfen, 11 Priestern und zahlreichen Gästen von Nah und Fern in der Kapelle. Die Stimmung ist freudig, gelöst, auch ein bisschen euphorisch. „Danke, dass wir bei diesem wunderschönen Ereignis dabei sein konnten! Das Gefühl, wirklich eine weltkirchliche und partnerschaftliche Familie zu sein, haben wir in uns spüren können. Wir freuen uns mit euch darüber, dass Bischof Georg nun da ist.“

Einladungen aus aller Welt

Die Gäste aus den Partnerdiözesen und darüber hinausgehenden Beziehungen des Bistums Limburg in die Weltkirche haben Geschenke mitgebracht. Und Einladungen: Komm! Lern uns kennen, Bischof Georg! Und das will er tun. Als die Delegation aus Sarajevo ein Bild ihrer Kathedrale überreicht, sagt Bätzing: „Wir sehen uns bald, in Sarajevo, und dann möchte ich diesen Dom besuchen und Eure Diözese kennenlernen.“ Ähnlich verläuft es auch mit den Gästen aus Alaminos, Kosice, Kumbo, Ndola und Olomouc. Er hat also einiges vor in den kommenden Jahren, der neue Limburger Bischof.

Von Vanessa Treike

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