Die Weberei von Sabanga

Eine Weberin der Kooperative zeigt, wie die Arbeit am Webstuhl funktioniert. © Bistum Speyer

Auf dem Rückweg von Bontoc nach Manila machen wir Station an einer Weberei in Sabanga. Die Frauen-Kooperative wurde 1971 von einem Priester des Vikariats Bontoc-Lagawe initiiert. Aus Baumwollfäden, die die Frauen in Manila kaufen, weben sie bunt gemusterte Stoffe für Tischläufer, Rucksäcke, Taschen oder Schlüsselanhänger in jeder Größe.

Auch Röcke für Mädchen und Frauen und die langen Tücher, mit denen Jungen und Männer ihren Lendenschurz für die traditionellen Tänze binden, werden hier gewebt und genäht. Zwei Monate dauert es, bis ein etwa 57 Zentimeter breites und 65 Meter langes Stoffband fertig ist, wie uns die alte Handwerkerin, die wir am Webstuhl treffen, erklärt.

Das Vikariat kauft bei der Weberei Stolen und Borten, mit denen die Gewänder der Priester verziert werden. Sieben Frauen üben das traditionelle Handwerk in der Kooperative aus. Nach dem Abstecher in die Weberei geht es weiter Richtung Manila. Das nächste Ziel der Reisegruppe aus der Pfalz und Vertretern von Missio München ist Mindanao, die größte südliche Insel der Philippinen, wo wir drei Tage bleiben werden.

Von Christine Wilke-Zech, Bistum Speyer

Hier finden Sie alle Beiträge des Reisetagebuchs im Überblick.

Über die Reise

Seit dem 15. August ist eine achtköpfige Gruppe aus dem Bistum Speyer für zwei Wochen unterwegs auf den Philippinen. Zusammen mit dem katholischen Hilfswerk Missio werden die Pfälzer Projekte und Partner des Hilfswerks besuchen und sich über das Engagement der Kirche in dem Inselstaat informieren. Die Reise dient der Vorbereitung des Monats der Weltmission im Oktober, bei dem in diesem Jahr die Philippinen im Mittelpunkt stehen. Die bundesweite Feier zum Sonntag der Weltmission findet am 23. Oktober im Speyerer Dom statt.

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