„Ein bisschen mehr Weltjugendtag, bitte!“

„Können wir die Dinge ändern?“, ein eindeutiges, entschlossenes „Ja!“ schallt aus über 1 Millionen Mündern junger Menschen dem Papst entgegen. Fahnen aller Herren Länder schwingen im Einklang nebeneinander, jeder tanzt mit jedem und alle singen zusammen, auf jeder Sprache dieser Welt. Denn beim Weltjugendtag zählt nicht, wie du aussiehst oder wo du herkommst. Eine Woche lang zählt nur das Wir. Alle sind friedlich und besonnen, gehen rücksichtsvoll miteinander um.

Wenn auf der Straße irgendwo die Hymne „Selig die Barmherzigen“ erklingt, singt jeder auf seiner Landessprache mit. Alle feiern zusammen ihren Glauben, unseren Gott, sich gegenseitig und nicht zuletzt auch „Papa Francesko!“. Es ist unbeschreiblich schön, was sich in den letzten Tagen auf den Straßen von Krakau abgespielt hat. Es sind friedliche und frohe Bilder, die um die Welt gehen, eine Erholung von düsteren Nachrichten über Terror, Kriege und Gewalt in unserer Zeit. Ein Schritt der jungen Generation in Richtung Frieden; ein eindeutiges Zeichen, dass es möglich ist, die Dinge zu ändern wenn wir es gemeinsam tun; ein Beweis dafür, das Multikulti funktioniert und unser Leben reicher macht.

Warum kann das nicht immer so sein? Wieso ist diese Welt so unfriedlich und böse wenn ihr kleinster gemeinsamer Nenner, der Mensch in uns, doch so gut mit unterschiedlichen Nationen und Kulturen klarkommt? Warum bekriegen sich Länder, deren Bürger nicht das Geringste gegeneinander haben? Und wieso betrübt die Angst vor Terror sogar ein so friedvolles Ereignis wie den Weltjugendtag? Fragen wie diese schwirren mir trotz der mitreißenden Stimmung immer wieder durch den Kopf und das macht mich wütend und manchmal bodenlos traurig.

Ich bin mit meinem Traum vom Frieden, dem Wunsch nach einer versöhnten Welt nicht alleine. Neben mir stehen viele andere Menschen, eine starke, junge Generation, meine Generation!

Aber beim Weltjugendtag habe ich eins gemerkt: Ich bin mit meinem Traum vom Frieden, dem Wunsch nach einer versöhnten Welt nicht alleine. Neben mir stehen viele andere Menschen, eine starke, junge Generation, meine Generation! Wir sind zusammen eine große Gemeinschaft mit gemeinsamem Ziel: Ein bisschen mehr Weltjugendtag, in unserm Alltag, an jedem Tag und überall auf der Erde. Wir können die Dinge ändern!

Von Helena Marx

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