Schlagwort: Orden

Ein neuer Präfekt und viele Kalaschnikows

Endlich – gestern sind sie angekommen: Der neue Préfet (Präfekt) der Basse-Kotto und die sechs Sous-préfets (Unterpräfekten – ziemlich schräg, diese wörtliche Übersetzung, aber die steht tatsächlich auch so in meinem französischen Wörterbuch). Nach sieben Monaten der Anarchie – Macht hat, wer eine Kalaschnikow besitzt – gibt es wieder eine legitime staatliche Autorität in unserer Präfektur. Eine Präfektur entspricht in etwa einem Bundesland, eine Unterpräfektur lässt sich vielleicht am ehesten mit einem Regierungsbezirk vergleichen. Weiterlesen

Plünderungen, Rauch und Flammen

Nach dem Angriff auf Mobaye am 18. September, der von den Séléka-Rebellen zurückgeschlagen wurde – wir waren ja einen Tag zuvor in den Kongo zurückgekehrt, ohne zu wissen, dass am nächsten Morgen die „Anti-Balakas“ angreifen würden – haben wir abgewartet, wie sich die Lage entwickeln würde. „Abgewartet“ – das heißt, unsere Pastoral und unsere zwei Gesundheitsprojekte unter den Flüchtlingen weiterbetrieben und gleichzeitig voller Sorge auf „unser“ Mobaye geschaut. Weiterlesen

Wieder zurück in Gbadolite und Mobaye

Die Strecke, die auf der Hinfahrt mit dem Motorrad drei Tage in Anspruch nahm, habe ich auf dem Rückflug in einer Stunde zurückgelegt. Dank eines Platzes in einem UNO-Flieger bin ich am Montag wieder ganz rasch in Gbadolite angekommen. Père Christ-Roi und Prince, unser neugeweihter Diakon, bleiben noch ein wenig in Bangui und kommen in zwei Wochen nach. Weiterlesen

Humanitäre Helfer im Kongo blockiert

Die humanitäre Lage ist dramatisch. Aber sie macht keinen Lärm und wird deshalb auch nicht gehört vom Rest der Welt. Der dritte Monat nach der Flucht ist angebrochen. Noch ist keine nationale oder internationale Hilfsorganisation unter den Flüchtlingen aktiv.

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Die Tage der Flucht in den Kongo

Bleiben oder gehen? Diese Frage hat uns in unseren letzten Tagen in Mobaye immer wieder umgetrieben. Was ist die richtige Entscheidung? Die Séléka-Rebellen und die Verantwortlichen der Stadt versuchten, Druck auf uns auszuüben. Als religiöse Führer sollten wir, zusammen mit den evangelischen Pastoren und dem Imam, unsere Leute dazu drängen, wieder in die Stadt zurück zu kommen oder erst gar nicht zu fliehen. Weiterlesen