Wir haben wieder eine Nacht im Bildungshaus Mount Carmel verbracht. Nach der anstrengenden Woche in den einfachen Unterkünften der Pfarrhäuser mit langen Fahrten und Tagen fühlen wir uns wieder zu Hause. Wir werden von Cecilia, der guten Seele des Hauses, umsorgt. Nach dem Frühstück hatten wir eine Nachbereitung mit Bischof Michael und den gastgebenden Priestern auf dem Programm. Wir schilderten die wichtigsten Eindrücke der vergangenen Woche und stellten ergänzende Fragen.
Alle Artikel von Redaktion
Wir armen Deutschen
Am Sonntag – unserem letzten Tag in der Region Sterkspruit – durften wir Erfahrungen machen, die uns Anlass bieten, über unsere Armut nachzudenken. In den Gemeinden Musong und Hohobeng konnten wir im wahrsten Sinne des Wortes bewegende Gottesdienste feiern.
Schmaler Grat zwischen den Fronten
Der Comboni Missionar Gregor Schmidt lebt seit 2009 im Südsudan und schreibt in seinem Brief über die Situation im Bürgerkrieg. Auch für ihn ist es in der letzten Zeit brenzlig geworden. Aber er gibt die Hoffnung auf Frieden nicht auf – auch Dank des gemeinsamen christlichen Glaubens der Menschen unterschiedlicher Ethnien.
Todsicheres Afghanistan: Wenn die Wirklichkeit nicht zum Wunsch passt
2016 ist die Zahl neu angekommener Flüchtlinge in Deutschland massiv zurückgegangen. Derweil fliehen weiter viele Menschen aus Afghanistan. In Deutschland sind sie aktuell die zweitgrößte Gruppe aller, die Antrag auf Asyl stellen. Trotz erheblich erschwerter Bedingungen auf den Fluchtrouten gelangen sie auch zu uns. Vor ein paar Tagen ist offenbar wieder damit begonnen worden, 50 Geflüchtete aus Afghanistan von Deutschland aus in ihre Heimat abzuschieben, unter ihnen sowohl freiwillige Rückkehrer als auch abgelehnte Asylbewerber. Weitere sollen bald folgen. Begründet wird dies damit, dass es, wie aus dem Bundesinnenministerium zu hören ist, „in Afghanistan Regionen gibt, in denen man sicher leben kann“. Weiterlesen
Ein Gefängnis namens Gute Laune
Singen befreit
Heute haben wir Father William zusammen mit Father Boniface und Father Emmanuel ins Gefängnis „Goedemoed“ (bedeutet: Gute Laune) in der Nähe von Aliwal begleitet. Er besucht dort jeden Donnerstag für jeweils eine Stunde zwei Gruppen in verschiedenen Gebäuden. Anschließend können die Häftlinge um ein Einzelgespräch bitten. Es war anfangs ein mulmiges Gefühl, durch viele verschlossene Türen in diesen Trakt zu kommen und dort auch keinen Wachmann dabei zu haben. Alle Gefangenen begrüßten uns jedoch so offen und mit dem landestypischen Handschlag, dass wir schnell die Scheu verloren.
Das Leben feiern
„To make Effata“ – etwas freier übersetzt: „die Sinne öffnen‘“ – das ist die Hauptaufgabe der Priester. So formulierten es heute unsere Gastgeber in Sterkspruit im Dienstgespräch des Pastoralteams, das regelmäßig stattfindet. Dass wir heute daran teilnahmen, mag dem Gespräch eine besondere Note gegeben haben, hat aber an der üblichen Struktur nichts geändert. Weiterlesen
„Re rekere, ki rekere, u rekere“
Diese Worte auf Xhosa von Bischof Michael Wüstenberg begleiteten uns durch den Tag. Sie bedeuten „Ich bin Kirche, Du bist Kirche, Wir sind Kirche“. Eine Kirche, die von dem Mitwirken aller Glieder lebt, haben wir heute in einem Workshop mit Mitgliedern aus sieben verschiedenen Gemeinden erlebt. Weiterlesen
„We are the eyes of the church“
„We are the eyes of the church.“ / “Wir sind die Augen der Kirche.“ Den ganzen Tag haben wir über diesen Satz nachgedacht und gesprochen, den wir heute beim Besuch in einer Kleinen Christlichen Gemeinschaft (SCC – Small Christian Community) von einer „Leaderin“ gehört haben. Was sie damit meinte wurde uns beim Bibelgespräch deutlich. Doch zunächst zum Anfang des Tages:
Kundschafter in Südafrika
Kaum ist die eine Kundschafter-Reise beendet, folgt schon die nächste! Nach den tollen Berichten von den Philippinen begleiten wir nun Kundschafter aus dem Bistum Speyer nach Südafrika. Sie werden vor allem im Bistum Aliwal unterwegs sein und dort auch Kleine Christliche Gemeinschaften besuchen. Das Bistum Aliwal liegt im Zentrum Südafrikas, 1.000 Kilometer von Kapstadt und 650 Kilometer von Johannesburg entfernt und umfasst 31.200 Quadratkilometer (fast so große wie Baden-Württemberg). Von den rund 300.000 Bewohnern sind nur rund 16.000 Katholiken, die sich auf 59 Gottesdienstorte aufteilen. Die Mehrheit der Bevölkerung gehört der anglikanischen Kirche oder protestantischen Gemeinschaften an.
Entwicklung ist der neue alte Name für Frieden
Deutschland soll international mehr Verantwortung übernehmen – an dieser Forderung muss sich die deutsche Politik neu ausrichten. Welche Impulse die Kirche dabei geben kann, erörtern Gertrud Casel von der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Kardinal Reinhard Marx und Misereor-Geschäftsführer Pirmin Spiegel im Buch „Deutschlands neue Verantwortung“. www.deutschlands-verantwortung.de










