Kategorie: Klartext

Todsicheres Afghanistan: Wenn die Wirklichkeit nicht zum Wunsch passt

2016 ist die Zahl neu angekommener Flüchtlinge in Deutschland massiv zurückgegangen. Derweil fliehen weiter viele Menschen aus Afghanistan. In Deutschland sind sie aktuell die zweitgrößte Gruppe aller, die Antrag auf Asyl stellen. Trotz erheblich erschwerter Bedingungen auf den Fluchtrouten gelangen sie auch zu uns. Vor ein paar Tagen ist offenbar wieder damit begonnen worden, 50 Geflüchtete aus Afghanistan von Deutschland aus in ihre Heimat abzuschieben, unter ihnen sowohl freiwillige Rückkehrer als auch abgelehnte Asylbewerber. Weitere sollen bald folgen. Begründet wird dies damit, dass es, wie aus dem Bundesinnenministerium zu hören ist, „in Afghanistan Regionen gibt, in denen man sicher leben kann“. Weiterlesen

Entwicklung ist der neue alte Name für Frieden

Deutschland soll international mehr Verantwortung übernehmen – an dieser Forderung muss sich die deutsche Politik neu ausrichten. Welche Impulse die Kirche dabei geben kann, erörtern Gertrud Casel von der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Kardinal Reinhard Marx und Misereor-Geschäftsführer Pirmin Spiegel im Buch „Deutschlands neue Verantwortung“. www.deutschlands-verantwortung.de

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Lebenswandel und Klimawandel – Es ist höchste Zeit zur Umkehr

Kommt Bewegung in die internationale Klimaschutzpolitik? Der Weltklimagipfel in Paris im Dezember 2015 hatte sich auf die Reduzierung der Erderwärmung auf zwei, besser noch, eineinhalb Grad verständigt. Die ermutigenden Vereinbarungen wurden von allen Teilnehmerstaaten unterschrieben. Ein Jahr später in Marrakesch: 47 besonders durch die Klimaerwärmung bedrohte Länder der südlichen Hemisphäre wollen ihren Energiebedarf zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien decken. Es sind vor allem arme Länder, die hier eine moralische Führungsrolle übernehmen. Und Europa? Die USA? Werden wir durch Trump einen Rollback erleben? Und wird sich die EU aus ihrer Halbherzigkeit befreien können? Was bedeutet Schöpfungsverantwortung für die Kirche? Weiterlesen

Vergrabene Schätze?

Für viele Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche ist Papst Franziskus, seine Authentizität und die Klarheit und Relevanz seiner Worte und Gesten, ein Geschenk. „Seit vielen Jahren bin ich wieder stolz, katholisch zu sein.“ So drückte ein Pfarrgemeinderatsvorsitzender seine Freude über die Schreiben des Papstes aus. Mit drei Dokumenten hat uns der Papst einen echten Schatz geschenkt. Weiterlesen

Die Hoffnung auf einen Neuanfang in Venezuela

Die politische und wirtschaftliche Lage in Venezuela gleicht aktuell einem Pulverfass. Schwere politische Spannungen und eine Versorgungskrise erschüttern das Ölland. Die Regierung von Präsident Maduro und die Opposition sind tief gespalten. Die Hürden für einen Neuanfang und Versöhnung im Land scheinen schier unüberwindbar – doch es gibt einen Weg, der das Land aus der Krise führen könnte: der gemeinsame Verhandlungstisch. Weiterlesen

Kirchen, engagiert euch!

Da ich aufgrund meiner Mitarbeit in einer befreienden Sozialpastoral in Lateinamerika schon immer auch für wirtschaftlich-politisch-soziale Fragen und Lösungen hierzulande offen war, bekam ich oft die Frage zu hören: „Was hat denn die Kirche (bzw. Religion) damit … zu tun?“  Diese Frage ist gottlob etwas seltener geworden seit Papst Franziskus. Weiterlesen

„Das Gefühl, dass da gerade etwas gehörig schief läuft…“

Die Zeit im voll besetzten Gerichtssaal steht für einen Moment still. Ich versuche in den Gesichtern der Menschen um mich herum zu lesen, sehe Fassungslosigkeit, dann Tränen. Nach über einem Jahr, mehr als 40 Gerichtsverhandlungen und der wiederholten Beteuerung ihrer Unschuld sind sechs Landrechtsaktivisten aus dem Pujehun Distrikt im Süden Sierra Leones soeben zu drei bis sechs Monaten Haft verurteilt worden. Weiterlesen

„Ein bisschen mehr Weltjugendtag, bitte!“

„Können wir die Dinge ändern?“, ein eindeutiges, entschlossenes „Ja!“ schallt aus über 1 Millionen Mündern junger Menschen dem Papst entgegen. Fahnen aller Herren Länder schwingen im Einklang nebeneinander, jeder tanzt mit jedem und alle singen zusammen, auf jeder Sprache dieser Welt. Denn beim Weltjugendtag zählt nicht, wie du aussiehst oder wo du herkommst. Eine Woche lang zählt nur das Wir. Alle sind friedlich und besonnen, gehen rücksichtsvoll miteinander um. Weiterlesen